- Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Göttingen

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Rebhühner fangen, besendern und telemetrieren
Wir haben 202 wildlebende Rebhühner im Verlauf von 7 Jahren gefangen und mit einem Sender versehen (2009 - 2013 und 2016 - 2017).

Fangen:
Es gibt verschiedene Methoden, Rebhühner zu fangen. Wir haben mit jeweils einem Lockvogel gearbeitet, der in einem zentralen Käfig eines Fallensystems mit vier einzelnen Fangabteilen steht. Unsere Lockvögel waren zahme Rebhühner aus eigenen Handaufzuchten, da diese keinen Stress mit der Handhabung durch Menschen haben. Rebhühner fängt man am besten im Spätwinter, zur Zeit der Partnersuche, denn da reagieren sie intensiv auf fremde Rebhühner. Mit dieser Methode fängt man mehr Hähne als Hennen.

Besendern:
GPS-Telemetrie eignet sich nicht für Rebhühner (bisherige solarbetriebene GPS-Sender auf dem Rücken würden die Sichtbarkeit der getarnten Vögel erhöhen und damit das Prädationsrisiko), also haben wir Sender verwendet, die die Rebhühner am Hals tragen. Sie wiegen 12 Gramm und sind nicht sichtbar, wenn sich das Rebhuhn zur Tarnung duckt. Die flexible Antenne des Senders steht nach hinten ab. Geortet werden sie mit einem Empfänger und einer Yagi-Antenne in der Hand.

Telemetrieren:
Wir haben versucht, alle Vögel zweimal wöchentlich zu orten. Je nach Gelände und Vegetation bekommt man normalerweise ein Signal aus mehreren hundert Metern Entfernung. Zum Anfang der Saison ist das eine Herausforderung, da sich zum Ende des Winters die besenderten Vögel weit in alle Himmelsrichtungen verteilen. Es lagen auch schon 8 Kilometer zwischen zwei Ortungen eines Vogels. Besonders unverpaarte Hähne fliegen weit umher. Wir sind unseren engagierten Studenten sehr dankbar, dass wir insgesamt nur 15 % der Rebhühner verloren haben. Wir haben die Vögel durch Triangulation geortet, also haben von verschiedenen Positionen die Richtung bestimmt. Insbesondere bei brütenden und kükenführenden Rebhühnern darf man die Position nur aus der Entfernung bestimmen, um Störungen zu vermeiden.

 
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