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Prädation

Es ist nachgewiesen, dass Prädation die Überlebensrate, den Bruterfolg und letztlich die Rebhuhndichten beeinflusst (TAPPER et al. 1996).

Untersuchungen an bodenbrütenden Vögeln zeigen, dass fast alle Nestverluste nachts stattfinden, also den nachtaktiven Säugetieren (vor allem dem Fuchs) zuzuschreiben sind (Übersicht z.B. bei LANGGEMACH & BELLEBAUM 2005). Der Einfluss der Rabenvögel wird in der Regel überschätzt (EIKHORST & MARUSCHAT 2002).

Der wichtigste Prädator (Räuber) des Rebhuhns ist der Fuchs, dessen Populationen mit der erfolgreichen Tollwutbekämpfung sich auf ein Vielfaches erhöht haben, vor allem in den 1990er Jahren. Verluste durch Greifvögel können lokal eine wichtige Rolle spielen (z.B. in Frankreich durch Konzentrationen überwinternder Kornweihen: BRO 2004). In der Regel fallen aber die Verluste durch Greifvögel erheblich niedriger aus als die durch Füchse. Im Projektgebiet sind große Dichten überwinternder Greifvögel nicht anzutreffen.

Der Einfluss von Rabenvögel auf die Nestprädation

wird häufig überschätzt. Im Bild: Kolkraben

 

Prädation wird einerseits durch entsprechende, angeborene Verhaltensweisen vermieden, darüber hinaus spielen aber erlernte Muster der Habitatnutzung und genaue Kenntnis der Umgebung eine erhebliche Rolle. Daher sind die Verluste durch Prädatoren bei ausgesetzten Vögeln enorm hoch. Nach langjährigen Erfahrungen in England liegen die Überlebensraten ausgesetzter Vögel bei < 10 % in den ersten sechs Monaten (BUNER & AEBISCHER 2008). Die Prädationsraten hängen eng mit der Qualität der Lebensräume zusammen. Je weniger potenzielle Neststandorte (bei Rebhühnern sind dies vorwiegend Brachen und ähnliche Vegetationstypen) vorhanden sind, desto leichter ist es auch für Beutegreifer, zur Brutzeit ein Nest zu finden. Ähnlich verhält es sich zu anderen Jahreszeiten. Im Winter halten sich Rebhühner tagsüber gerne in der Deckung von Hecken auf. Gibt es diese kaum, ist  es für Prädatoren leicht, den Aufenthaltsort zu lokalisieren. In einer strukturarmen Umgebung können Prädationsraten höher sein (EVANS 2004). In einer geeigneten Umgebung können Rebhuhnpopulationen mit Prädation leben.

Von allen Prädatoren verursacht der Fuchs die größten Verluste (Foto: Reinhard Urner).

 

Literatur.
Prädation.
Gefährdung.
Kükensterblichkeit.
Rebhuhn.
Durchführung.